Elisenheim

Unser letzter Tag. Wir suchen uns einen Platz 25 km außerhalb von Windhoek mit dem Namen Elisenheim. Klingt wie zuhause. Komischerweise ziemlich voll. Mit vielen deutschen “Abenteurern”, die ihre Fahrzeuge das ganze Jahr hier haben und Afrika bereisen. Es ist schön, an einem Flüsschen, Berg gegenüber. Pferde laufen frei rum. Wir genießen unseren letzten Tag mit ein bisschen Wehmut. Mir ging das alles viel zu schnell vorbei, ich würde gerne noch bleiben, gefühlsmäßig ewig. Es ist ein schönes Land. Mit tollen, interessanten, lebenslustigen Menschen. Mit einer atemberaubenden Landschaft, wo die Seele Hüpfer macht.

 

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Gross Barmen

Es geht weiter Richtung Okahandja, die Reise neigt sich dem Ende zu und wir haben plötzlich Zeit und wenig Kilometer. Wir wollen zu einer traumhaften Lodge, die aber leider geschlossen und vergittert ist. Außer ein paar Landschildkröten ist hier niemand. Auf der Suche nach unserem nächsten Nachtlager entscheiden wir uns für Gross Barmen, Hot Springs!

Hier hat jemand anscheinend viel Geld in die Hand genommen und ein supermodernes Thermalbad mit Bungalows und Campsites errichtet. Architektonisch Geschmacksache, mir völlig unerklärlich wer in so einem heißen Land ins Thermalbad will. … Wir!!! … Notgedrungen, es schüttet aus Kübeln und das nachhaltig. Wir sind in die einzigen Gäste. Was wir wie immer sehr genießen. Das Wasser ist so heiß. Es ist das gleiche Gefühl als würde man in eine zu heiße Badewanne steigen. Man hält inne, damit sich die Haut an das Heiße gewöhnt. Dann ist es schön, bis man anfängt zu schwitzen .. im Wasser. Die Therme dient wohl gleichzeitig als Konferenzzentrum. Ist nur blöd gemacht. Wir müssen mit nassen Füßen und Badehose quer durch die Anzugträger laufen.

Das Wetter beruhigt sich am Abend. Es gibt riesige Käfer, so groß wie eine Faust, ähnlich wie Hirschkäfer. Sie brauchen ewig, bis die Flügel ein und ausgefaltet sind.  Jede Menge anderer Käfer gibt’s auch. Toll anzusehen.

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Spitzkoppe

Wir verlassen Twyfelfontein und fahren diagonal durchs Land Richtung Spitzkoppe. Vorbei an der Minenstadt Uis, wo früher Zinn abgebaut wurde. Die Reste des Tagebaus sind noch zu sehen. Weiter durch traumhafte Landschaften, vorbei am Brandberg mit fast 2.600 m. Sieht aber gar nicht so groß aus. 

Nationalpark Spitzkoppe. Wunderschön. Glatte abgerundete Felsen. In den Vertiefungen der Felsen ist durch Regenwasser ein Naturpool entstanden, der natürlich gleich mal getestet werden muss. Die Wahl des Platzes zur Übernachtung fällt schwer. Es ist nichts los und wir fahren erst mal alles ab um ja den schönsten zu erwischen. 

Wie werden fündig, richten uns häuslich ein in der Natur. Kein Strom, kein Wasser, kein Netz. Aber es ist herrlich. Das Feierabendbier ist göttlich und der Sonnenuntergang auch.

   

             

Namibia, Richtung Twyfelfontein

Wir sind tagsüber in Otjiwarongo, Reifen flicken lassen, geht auch nur in Afrika, bei uns macht man sich ins Hemd. Bank, Geld tauschen, das dauert alles Stunden, Menschenmengen am Schalter, Geld tauschen dauert 20 Minuten ohne Wartezeit. Hier hat man ein anderes Zeitempfinden. Wir haben Glück, das Eurokontingent ist für heute noch nicht ausgeschöpft.
Wir besuchen eine Gepardenfarm. Bloßes hinsehen kostet schon Geld. Genauso wie bei den Krokodilen.
Übernachtung auf einer Farm in der Pampa. Wir teilen uns den Platz mit Straußen und Warzenschweinen.
Weiter nach Twyfelfontein durchs Damaraland, endlose Weiten, rote Sandsteinberge mit gelber Steppe dazwischen. Bisschen wie in USA. Traumhafte Landschaft, keine Menschenseele, wir campieren vor überdimensionalen abgerundeten Felsen.