Namibia, Opuwo

Wir sind auf dem Weg nach Opuwo, Kaokoveld, Heimat der Himbas.
Die Landschaft wird grüner, mit roter Erde. Am Straßenrand ein paar Himbadörfer, die Straßen werden immer schlechter und wir sind die einzigen Touristen. Überhaupt haben wir die beste Reisezeit erwischt, es ist fast überall leer, kaum Touristen, wir haben nichts vorgebucht und bekommen überall die besten Plätze.
Ankunft in Opuwo, ein Ort mit vielen Menschen verschiedener Stämme. Es wimmelt überall. Eine Frau in Hererotracht kommt auf mich zu mit ausgebreiteten Armen und umarmt mich und redet auf mich ein, als würden wir ins schon Jahre kennen. Als ich frage, ob ich sie fotografieren darf, stimmt sie zu, schnappt sich unsere Nina und stellt sich in Position.
Ich find es total spannend, obwohl es einen gewissen Slumcharakter hat, es liegen Unmengen von Müll herum, die Menschen sitzen auf dem Boden im Schatten, wohnen in Wellblechhütten.
Meine jungen Mitfahrer fühlen sich eher unwohl und sind froh, als wir auf dem Berg in der Lodge den Nachmittag entspannt genießen.
    
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Namibia, Palmwag

Wir fahren weiter nach Palmwag, weg von der Küste ins Landesinnere, die Landschaft vor uns sieht aus wie Monument Valley in USA, es hat noch immer diese endlose Weite. Auf dem Weg ins Camp sehen wir Giraffen, Elefantenkot liegt auf der Straße, die waren aber offensichtlich vor 3 Monaten das letzte Mal da, es gibt zuwenig Wasser.
Die Giraffen haben unsere volle Aufmerksamkeit, sie kann man kaum erkennen, weil sie farblich in die Landschaft passen. Die Schönheit der Landschaft ist auch kaum zu überbieten. Mittlerweile ist es wieder gut heiß. Die Temperaturunterschiede sind sowieso ziemlich krass.
Bevor wir übernachten, machen wir noch eine Rundtour durch die Landschaft, das ist so eine Art festgetrampelter Weg. Rüttel und Schüttel, wir sehen auf dieser Strecke außer ein paar Giraffen nichts, aber ein traumhafter Sonnenuntergang. Auf dem Weg zurück, es wird schon ziemlich dunkel, die ganze Straße voll, bestimmt 200 Springböcke, Giraffen, im Abstand von vielleicht 5 Metern, wir wissen mal wieder nicht wo wir zuerst hinschauen sollen.
Am Camp angekommen, müde und erschöpft, keiner hat mehr richtig Lust zum kochen. Es ist anstrengend, aber schön.
Sensibilisiert auf die Tierwelt, huscht am Abend ein schwarzes Tier über den Platz, einer der Jungs sieht es und denkt sich alter Falter, ein Panther und ich bin der einzige der ihn sieht. Wie sich später herausstellen sollte … Eine schwarze Katze.

          

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Namibia, Torra Bay

Wir machen uns auf den Weg die Skeletoncoast entlang auf einer sog. Salzstrasse durch den Sand. Die Landschaft ist unwirklich, man hat das Gefühl man fährt über den Mond, unendlich weit, am Horizont ist kein Ende in Sicht, wir sind nur mit ganz wenig anderen unterwegs. Hauptsächlich Angler, mit riesigen Ruten, die vorne zu mehren in den Stoßfängern des Kühlers stecken. Wir haben ihnen den Namen Oryx-Toyota gegeben. Unsere beiden Autos sind Toyota Hillux, bequem zum fahren, aber umständlich zum campen. Wir sind den ganzen Tag nur am suchen und räumen. Die Campingausrüstung befindet sich in 6 identischen schwarzen Kisten und wenn man was sucht, ist es sicherlich in der letzten Kiste. Die schwarzen Kisten treiben uns in den Wahnsinn. Mittlerweile ist es ein Running Gag … Weiß jemand wo der Flaschenöffner ist? … In der schwarzen Kiste.

Wir schaffen unsere täglich gesteckten Ziele kaum, weil wir immer wieder anhalten zum schauen und staunen. Zum Schluss dürfen wir nicht in den Nationalpark einfahren, weil wir zu spät sind, dürfen aber in der Rangerstation übernachten und am nächsten morgen weiterfahren. Es ist kalt und windig und neblig, wir haben es uns aber in einem ausgedienten Haus gemütlich gemacht und kochen. Bei den sanitären Anlagen muss man am besten beide Augen zudrücken, nachspülen mit einem Wassereimer. Aber es stört keinen.

Unterwegs halten wir an einer Robbenkolonie, auf der mindestens 10.000 Robben leben, es ist ein Gebrüll und Gestank, die Robben liegen unmittelbar vor uns, keine 2 Meter, jede spricht eine andere Sprache, wie Esel, wie Pferd, wie Kuh, alles dabei, wir lachen uns kaputt. Jede Menge Jungtiere. Sowas unglaubliches hat noch keiner von uns gesehen.

Bei unseren diversen Zwischenstopps passiert es schon mal, dass wir stecken bleiben, aber mit Bergeseilen und Spaten, kommen wir immer wieder frei. Sehen zwar hinterher aus wie die Schweine, macht aber auch irgendwie Spass (ich muss dazusagen, wir sind nicht ganz normal!, hier muss man nicht stecken bleiben).

Die Küste ist fantastisch und trägt ihren Namen zurecht, der Strand liegt voll mit Skeletten von Walen und Robben und Seefahrern. Die Jungs haben gleich mal ein paar Knochen eingepackt.

   

                 

Namibia, Walvis Bay, Swakopmund

Je weiter wir nach Swakopmund kommen, umso diesiger und nebliger wird es. Es geht durch Sand- und Dünenlandschaften. Es ist schlagartig kalt geworden. Von der Stimmung her, wie bei uns im November. Irgendwie unwirklich.
Wir entscheiden uns für einen Campsite in Swakopmund direkt am Meer. Eigentlich wunderschön, aber es ist kalt und ungemütlich.
Am nächsten Tag Großeinkauf und Instandsetzung der ersten Ausfälle. Kühlschrank defekt. Beim Boschdienst lerne ich eine Frau kennen, die Bücher über Namibia und deren Frauen schreibt. Sehr interessante Begegnung. Überhaupt sind dir Leute hier unheimlich nett und freundlich und zuvorkommend, jeder ist für einen kleinen Plausch aufgelegt.

   

             

Namibia, Soussusvlei

Übernachten auf einem Campingplatz mitten in der Pampa, allerdings mit Pool, aus dem sich auch die Springböcke einen Schluck genehmigen, wenn keiner schaut.
Nationalpark Soussusvlei, Wüste und Dünen, soweit das Auge reicht in einem leuchtenden orange. Es ist einfach unglaublich schön.
Es ist heiß, sehr heiß.
In der größten Mittagshitze besteigen wir eine Düne, das muss schon sein. Picknick unterm Baum, in dem 2 Eulen sitzen. Wir staunen nur, wieviel verschiedene Tiere wir in kurzer Zeit schon gesehen haben.
Abends um 5 hat es noch immer 38 Grad. 

          

 

Namibia, Winthoek,

Ankunft in Winthoek auf einem überschaubaren Flughafen, erste Nacht in einem überschaubaren Winthoek, sieht alles eher amerikanisch als afrikanisch aus. Hauptsächlich Parkhäuser und Mall’s. Keine Innenstadt wie wir sie uns vorstellen. Alles super sauber, kein Auto parkt auf der Straße.
Die zwei jungen Männer, die ich dabei habe (Familieneigentum), werden bestaunt und angestarrt, von den Mädchen kommen lustige, schüchterne Kommentare. Im Supermarkt, der Spar heißt, bestellen wir auf englisch und bekommen Antworten in perfektem Deutsch. Wir kaufen “Gelbwurst und Rügenwalder Teewurst und amüsieren uns. Die Leute sind nett und freundlich und zuvorkommend. Es macht Spass.
Dann kommt der Regen. Es schüttet aus Eimern. Die Einheimischen sind glücklich darüber, wir eher nicht. Die Regenzeit ist eigentlich vorbei, aber es fiel zuwenig Regen.
Dann raus aus Winthoek Richtung Soussusvlei, nach vielleicht 5 km fahren wir nur noch auf Schotterpisten und es gibt Landschaft satt. Es ist schon wieder mal so schön, dass es sich kaum beschreiben lässt, es hat seine eigenen Farben, braun und grün und dann wieder gelb, der Landschaftsfetischist in mir jubelt. Das Land ist so weit, dass man drei Tage weit sehen kann.
Am Straßenrand laufen wie selbstverständlich Springböcke, Oryx-Antilopen, Affen, Zebras, Strauße, Aasgeier, Erdmännchen und weil ich mit der Selfie-Generation unterwegs bin, gibt’s Selfies mit Springböcken und Oryx und und und .. Allerdings nicht ganz einfach, denn wenn man aussteigt, rennen alle weg.

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Namibia, Berichterstattung mit Hindernissen

Es läuft anders als gedacht. Die Internetverbindung ist so langsam, dass es mir nicht gelingt Bilder hochzuladen. Texte ohne Bilder, auch irgendwie langweilig.
Außerdem habe ich mein absolutes Lieblingsobjektiv Zuhause liegen lassen, sodass auch die jetzigen Fotos für die Katz sind, d.h. die Tiere, die ich bisher fotografiert habe sind schwarze Punkte auf gelber, roter, brauner oder grüner Landschaft. Sehr prickelnd.
Ich bin nur froh, dass hier jeder über Handy und Digitalcamera verfügt, die so erstaunliche Zoomergebnisse erzielen, dass ich eigentlich einpacken kann. Ok, zwischendrin ist auch eher moderne Kunst dabei.
Wir werden sehen, vielleicht klappt es ja irgendwann.
Ich kann nur sagen, es ist traumhaft und ich würde euch liebend gerne daran teilhaben lassen.

Winterblues

Momentan find ich das Wetter in der Stadt schon ein bisschen anstrengend fürs Gemüt. Die Tage sind schwarzweiß. Jeden Tag. Oder es kommt es mir nur so vor? Vielleicht ist es das Zusammenspiel von mehreren Dingen. Krank im Bett liegen zum Beispiel. 
Denn eigentlich kann man auch dem blödesten Wetter etwas abgewinnen, es ist nur eine Frage der Sichtweise.
Wenn sich der Nebel in einem zarten rose über den Boden legt, eingefärbt von der untergehenden Sonne, die es grad arg schwer hat.

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Kennt ihr das?

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DSCN4296Kennt ihr das? Du blätterst in irgendeiner Zeitschrift und plötzlich springt dich ein Bild, ein Foto an. Von einem Land, von einem Ort, an dem du schon mal warst, an einem, wo man nicht alle Tage hinkommt und plötzlich entfalten sich alle deine Erinnerungen und dein Herz hüpft vor Freude.

Mir ist es neulich so gegangen, diesmal war es ein Foto von zwei Frauen in einem Land, einem, an das ich mich ganz besonders gerne erinnere, weil es ein so ganz besonderes war. Myanmar. Vor über einem Jahr habe ich dort selbst solche Frauen fotografiert.

In mir ist das Gefühl entstanden auf alte Freundinnen zu treffen, die man lange schon nicht mehr gesehen hat und es freut einen zu sehen, dass es ihnen gutgeht. Man hat den Eindruck die Zeit sei stehengeblieben.